Johan Graßhoff ist Trainer der Obdachlosen-Nationalmannschaft

Show notes

Seit 2014 ist Johan Graßhoff als Straßensozialarbeiter unterwegs. Bei der Diakonie in Hamburg hat er bald auch angefangen, Fußballtrainings anzubieten und ist inzwischen seit fast acht Jahren Bundestrainer der Obdachlosen-Nationalmannschaft. Im Podcast erzählt er von der Deutschen Meisterschaft im letzten November, wie er sein Team zusammenstellt und was vorm Homeless World Cup in Mexico-City wichtig ist.

⚽️ ** Die Folge mit Johan Graßhoff im Überblick** ⚽️

  • 00:00:24 Frohes Neues und Begrüßung
  • 00:04:59 Arbeit mit Wohnungslosen
  • 00:08:58 Die Obdachlosen-Nationalmannschaft
  • 00:13:36 Die Deutsche Meisterschaft
  • 00:20:22 Anteil der Frauen
  • 00:25:09 Strukturen & Nutzen
  • 00:34:14 Die Regeln des Spiels
  • 00:38:54 Scouting für die WM
  • 00:44:31 Die Finanzierung
  • 00:48:34 Bedeutung der WM
  • 00:57:26 Das Team gewinnt
  • 01:04:26 Spendenaufruf & Verabschiedung

📌Johan Graßhoff

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Diakonie Hamburg

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Spenden für die Teilnahme in Mexico-City

Wohnungslos & Obdachlos

Bundesvereinigung für soziale Integration durch Sport

Vorbericht zur Meisterschaft 2025

Show transcript

00:00:01: Die Bundesdrehner Christian Wirk und Julian Nagelsmann sind im Fußball natürlich allen ein Begriff.

00:00:06: Es gibt aber auch den Bundesdrehner Johann Grashoff.

00:00:09: Nie gehört?

00:00:11: Er trainiert die Obdachlosen-Nationalmannschaft.

00:00:13: Darüber sprechen wir heute im Podcast.

00:00:24: Hallo und herzlich willkommen zur Folge Nummer onehundertundviertzehnt von Flutlicht an.

00:00:29: Mein Name ist Mara Pfeiffer.

00:00:30: Ich habe schon seit zwei tausend zwanzig die Freude und Ehre diesen Podcast zu machen und liebt das immer noch so sehr wie am ersten Tag.

00:00:39: Und jetzt, wo er auch wieder in ein neues Jahr geht, nicht nur in eine neue Saison, ist eine gute Gelegenheit, um mal wieder Danke zu sagen an alle, die das bei Sport eins ermöglichen.

00:00:48: Ganz besonders und immer vorneweg Stefan Moser, der von Anfang an seine Hand über, unter vor und hinter dieses Projekt gehalten hat und auch an Andreas Thies, der meine Schnaufer aus jeder Folge schneidet, schon seit nager Raumzeit und natürlich an die komplette Chefetage, die jedes Mal von neuem einer Verlängerung zustimmt.

00:01:09: Ganz herzlichen Dank!

00:01:11: Genau.

00:01:11: Ich hoffe, ihr seid gut rübergekommen und gestehe aber offen zum Zeitpunkt der Aufnahme bin ich selber noch nicht rübergekommen, weil der Jahreswechsel noch nicht stattgefunden hat.

00:01:19: Wir arbeiten ein bisschen vor.

00:01:22: Das tue ich heute mit einem ganz famosen Gast, nämlich mit Johann Grashoff.

00:01:26: Hallo und herzlich willkommen.

00:01:28: Ja, moin.

00:01:29: Vielen Dank für die Einleitung und dass das möglich ist, hier zu sein.

00:01:32: Ja, ich freue mich total.

00:01:35: Und zwar werden wir heute ein Thema den Hörerinnen nahe bringen, über das ich lasse mich überlegen.

00:01:41: Auf internationaler Ebene quasi schon mal auch geschrieben habe in der Vergangenheit, aber jetzt endlich auch mal auf nationaler Ebene spreche.

00:01:51: Du bist Straßensozialarbeiter für abtachlose Menschen und Bundestrainer im Straßenfußball.

00:01:57: Und darüber wollen wir heute reden.

00:01:59: Du bist natürlich noch sehr viel mehr, aber das sind die beiden Themen, die ... Sie heute besonders interessieren.

00:02:04: Ich habe erstmal eine Strukturfrage sozusagen.

00:02:10: Es gibt ja die Begrifflichkeiten obdachlos und wohnungslos und ich gebe zu, ich dachte tatsächlich, obdachlos sein Begriff, den man gar nicht mehr unbedingt verwendet.

00:02:20: Hab jetzt aber in der Recherche vor dem Podcast gelernt, beides bedeutet leicht unterschiedliche Dinge.

00:02:27: Also das eine meint das andere mit, aber das andere nicht.

00:02:29: Das eine kannst du, die Hörer da vielleicht aufklären.

00:02:33: Ja, sehr gerne.

00:02:33: Also letztendlich ist die Unterscheidung schon sehr, sehr wichtig, weil letztendlich, wenn wir häufig in Deutschland von Obdachlos-Menschen sprechen, dann meinen viele auch wohnungslose Menschen, aber das ist eigentlich gar nicht richtig.

00:02:45: Ich kann das eigentlich relativ leicht erklären.

00:02:48: Also bei Obdachlos-Menschen handelt es sich um Menschen, die im öffentlichen Raum leben, leben müssen, also dort auch zum Beispiel schlafen, dort essen, entweder auf einer Bank oder im Hauseingang oder im Zelt.

00:02:59: Da, das ist so die Definition von Obdachlos.

00:03:02: Und wohnungslos sind die Menschen, die entweder vorübergehend bei Freunden, bei bekannten Schlafen, die in wohnungslosen Einrichtungen untergebracht sind, aber auch zum Beispiel in Frauenhäusern leben müssen.

00:03:14: Also ein wesentlich größerer Teil der Menschen.

00:03:16: und wenn wir aber über das Thema sprechen in Deutschland, haben wir meistens nur die Menschen im Kopf, die obdachlos auf der Straße leben.

00:03:23: und das ist quasi eigentlich nur die Spitze des Eisberges.

00:03:27: Und ich habe einfach jetzt mal zum Start auch noch ein paar Zahlen mitgebracht.

00:03:32: Es gibt so die aktuellen Zahlen werden immer Anfang des Jahres veröffentlicht.

00:03:36: Das heißt, das sind jetzt die von Januar, zwei tausendfünfundzwanzig.

00:03:41: Da waren in Deutschland fünfhundertsechzechzechzechtausend achthundert Menschen wohnungslos, von denen vierhundertvierhundertsiebhundert in Einrichtungen der Kommunen oder der Freien Wohlfahrtspflege gelebt haben.

00:03:54: Dazu dann eben nochmal rund die auf der Straße oder in Behelfsunterkünften leben.

00:04:01: Und ungefähr sechzigtausend vierhundert Menschen, die bei angehörigen Freundinnen oder Bekannten unterkommen, also verdeckt, wohnungslos sind.

00:04:10: Wobei man da, also bei den beiden letzten ungefähr fünfzehntausend sechshundert wegen Doppelerfassung abzieht.

00:04:16: Ich weiß, Zahlen sind im Podcast immer irgendwie so eine Sache.

00:04:19: Aber also im Prinzip fünfhundertsechzigtausend achthundert wohnungslos ist die eine Zahl, die man sich vielleicht mal so vergegenwärtigen kann.

00:04:27: Und dann nochmal ungefähr hunderttausend.

00:04:31: und abgezogen der Doppelerfassung, die beiden anderen Gruppen, also auf der Straße in Behelfsunterkünften bzw.

00:04:37: bei angehörigen Freundinnen und Bekannten.

00:04:40: Und es gibt eine hohe Dunkelziffer, weil bei den Zahlen, die erhoben werden, beispielsweise Frauenhäuser nicht erfasst werden, aber auch andere Einrichtungen, wo das eben mit der Sensibilität der Daten zu tun hat, das nur mal so ein bisschen für eine Größenordnung.

00:04:59: Was mich interessieren würde, wie bist du denn zum ersten Mal mit dem Thema in Berührung gekommen?

00:05:06: Wohnungslosigkeit, Obdachlosigkeit?

00:05:07: hatte das?

00:05:08: In beruflichen Kontexten, ich sag mal, in Anführungszeichen privates Interesse, was war da so die Genese?

00:05:15: Ja, also im Nachhinein sieht das immer sowieso ein roter Faden aus, aber ich bin damals nach dem Abitur, wollte ich eigentlich Zivildienst machen.

00:05:23: Und damals gab es noch das Thema Musterung, gab es noch Wehrpflicht.

00:05:28: Kommt jetzt

00:05:28: vielleicht wieder alles?

00:05:29: Das kommt

00:05:29: jetzt alles wieder, das wiederholt sich ja immer alles.

00:05:32: Und ich habe damals beweigert, wurde dann aber noch gemustet und hatte damals eine Sportverletzung, eine Sinus-Moseband Andris.

00:05:39: Knöchel und wurde dann vorübergehend als nicht geeignet gemustert und das war gleich bedeutend wie ausgemustert und durfte dementsprechend auch kein Zividienst machen und musste mich dann spontan umentscheiden und bin dann zufällig auf ein Angebot der Diakonie Hamburg gestoßen.

00:05:56: Ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland, hieß das damals und das war in St.

00:06:00: Petersburg in Russland und das war ein Ein Mitternachtsbus, der dort abends Essen an obdachlose Menschen verteilt hat und dort habe ich ein Jahr, bin ich dann nach Russland gegangen und habe dort ein Jahr mein FSJ gemacht und bin dort zum ersten Mal ziemlich intensiv, muss ich sagen, mit dem Thema Obdachlosigkeit und Armut in Berührung gekommen.

00:06:24: in einem fremden Land.

00:06:25: Letztendlich ist es so, dass man ja schon damals, das war damit, auch schon das Thema Oblachlosigkeit in Deutschland im Stadtbild erkennbar ist, jetzt noch mehr, weil die Zahlen hergestiegen sind.

00:06:39: Aber ich glaube so richtig intensiv würde ich das als so als Startpunkt nennen und ich war wie gesagt ein Jahr dort, bin dann wiedergekommen und bin dann erst mal gar nicht in der sozialen Arbeit gelernt, wie man so denken könnte, sondern bin.

00:06:52: Ich bin dann erst mal Richtung Uni gegangen Richtung Soziologie und Osteuropa Studien und habe aber immer in dem Bereich weiter mich ehrenamtlich engagiert in der Obdachlosenhilfe hier in Hamburg bzw.

00:07:02: dann später in Berlin, wo ich mein Master gemacht habe und bin dem Themenfeld sehr sehr eng verbunden gewesen und habe dann später meinen Universitätsabschluss, also mein Masterabschluss in Berlin.

00:07:14: am Oosterhoop-Institut habe ich geforscht in St.

00:07:16: Petersburg zum Thema Obdachlosigkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung und habe dort mehrere Monate in der Feldstudie gemacht.

00:07:27: hängen geblieben und bin dann beruflich dann erst aus den Fallen, quasi ganz professionell, habe ich mich dem zugewinnert als Straßennutzäler weiter für abtachlose Menschen in der Hamburger Innenstadt, was ich jetzt immer noch mache.

00:07:39: Also relativ lange schon im Kontakt mit diesen Themen.

00:07:43: Auch spannend irgendwie, dass man manchmal ein Problem, was man eigentlich auch vor der Haustür hat, das erste Mal so richtig begreift, wenn man es woanders kennenlernt.

00:07:52: Auf jeden Fall, weil letztendlich, und das ist auch so ein bisschen der Diskurs in Deutschland, die Obdachlosigkeit vielleicht auch so ein bisschen hinnehmen, zwar wahrnehmen, auch als störend wahrnehmen, wenn dann überhaupt und dann genau bestimmte Vorurteile entstehen, Stickmata, mit dem wir hier in Deutschland leben und aber eigentlich jeden Tag wir uns mit dem Thema genau konfrontiert sind.

00:08:17: Und jeder Mensch geht natürlich damit ganz unterschiedlich um.

00:08:20: Verdrängung spielt eine Rolle, aber auch Ängste.

00:08:24: Und dementsprechend war das für mich damals, genau im Ausland, der entscheidende Kontakt.

00:08:29: Und intensiv ist jetzt noch sehr diplomatisch ausgedrückt.

00:08:32: Also das Obdachlosigkeit in Russland ist vor allem im Winter auch ganz anders als hier in Deutschland.

00:08:40: Ja, ich meine, man hat schon, finde ich, den Eindruck, dass das hier ein Thema, wo dann, also, sorry für die Zuspitzung, aber manche Leute auch lieber wieder eine Stadtbilddiskussion führen, anstatt irgendwie sich mit den Wurzeln von dem Thema zu beschäftigen und vielleicht Lösungen zu finden.

00:08:58: Wie wird man denn dann aber Nationaltrainer der Obdachlosen-Nationalmannschaft?

00:09:02: Also vielleicht kannst du mal was dazu sagen, wann du das zum ersten Mal mitbekommen hast, dass es überhaupt eine Meisterschaft der Obdachlosen im Fußball gibt und wie du dann wiederum in dieses Thema rein gerutscht bist.

00:09:13: Hast du selber denn auch zwei Dreifachfragegleichenden Hintergrund im Fußball?

00:09:19: Genau, ich fange mal mit der letzten Frage an.

00:09:20: Ja, ich bin klassisch damals in den Vereinsfußball, mit sechs habe ich angefangen hier in Hamburg, bin ich aufgewachsen, habe dort auch durchgehend immer bis zum Abitur Fußball gespielt in den verschiedenen Jugendmannschaften dann auch immer bei einem Verein geblieben, er später gewechselt, weil sich der die ganze Abteilung dann drüber gewechselt ist.

00:09:39: Und bin damals auch, durfte ich auch mal bei der Hamburger Auswahl spielen, zweimal.

00:09:44: Und genau, sehr intensiv, also zweimal eine Woche Training, manchmal dreimal und dann Spiel am Wochenende.

00:09:50: Also das klassische quasi, wenn man mit dem Fußball so groß wird.

00:09:57: Und ja, jetzt muss ich es schon wieder sagen, witzige Weise, also der Kontaktpunkt mit Straßenfußball und auch mit der Weltmeisterschaft war auch bei mir wieder in Russland, weil bei dem Verein, wo ich das dort mein FSJ gemacht habe, die haben auch eine Straßenzeitung gehabt für obdachlose Menschen und die haben immer Sonntagstraining gehabt im Straßenfußball für wohnungslose und obdachlose Menschen und da habe ich dann angefangen mitzumachen.

00:10:22: und bin dann Teil des Teams geworden und in Russland gibt es auch eine, genau, dort russische Meisterschaft und man qualifiziert sich auch für die Weltmeisterschaft und ich habe mit diesem St.

00:10:32: Petersburger Team, haben wir an regionalen Turnieren in Russland teilgenommen und ich war immer der sogenannte deutsche Torhüter und habe dort in meinem Tor gespielt, so weil das so meine meisten Fähigkeiten damals waren zumindest und haben.

00:10:46: auch damals, witzigerweise, war das ja Teilnahme zur Qualifizierung zur Weltmeisterschaft in Melbourne für das russische Team und wir sind damals bei der russischen Meisterschaft Dritter geworden.

00:10:57: und wären wir erster geworden, wäre ich damals hätte ich mitfahren dürfen nach Melbourne, nach Australien.

00:11:04: Das war quasi der erste Kontaktpunkt mit diesem Themenfeld.

00:11:07: und dann habe ich ja, wie gesagt, als Straßensehrarbeiter angefangen hier in Hamburg und unser Diakonietzentrum für Wohnungslose liegt direkt an einem Fußballplatz, ein Kunstrasenplatz vom ETV Hamburg, das ist relativ große Verein hier in Hamburg.

00:11:22: und da habe ich vielleicht gesagt, das nutzen wir doch mal und habe dann, das war eine kleine Unterbrechung glaube ich, genauer habe dann Training angefangen dort anzubieten, einmal die Woche für obdachlose Menschen und habe ein kleines Hamburger Team aufgebaut.

00:11:37: Und da haben wir dann relativ schnell Kontakt gefunden, habe ich mich umgehört, wo gibt es denn eigentlich so Turniere, wo kann man daran teilnehmen.

00:11:44: Und erstmal zu diesem Training sind immer zwischen zehn und fünfundzwanzig Personen gekommen, also relativ viele.

00:11:50: Wir konnten auch die Infrastruktur dort für Ort nutzen, also Duschen sich umziehen und wir haben auch immer Wechselkleidung organisiert und Fußballschule, weil sonst könnte man ja gar nicht Fußball spielen.

00:11:59: Aber kommen wir vielleicht später noch zu.

00:12:01: Und dann bin ich auf dem Verein Anschluss e.V.

00:12:06: gestoßen, die in Norddeutschland regionale Turniere organisieren und haben dort angeklopft.

00:12:13: Und da war jetzt gerade zufällig die deutsche Meisterschaft dann.

00:12:16: Und dort haben wir uns angemeldet als Verein.

00:12:18: Und dann seitdem sind wir regelmäßig als Hamburger Team zur deutschen Meisterschaft.

00:12:22: Und das hat mir so gut gefallen, dass ich der Verein Anschluss e.V.

00:12:26: auf mich zugegangen ist und hat gefragt, möchte ich mich irgendwie engagieren.

00:12:29: und bin dann in den Vorstand gewählt worden und dann als Bundestinner nominiert worden.

00:12:37: Aber so offiziell ist das jetzt gar nicht, dass es immer eine Fließener Übergang ist.

00:12:40: Ich bin seit dem Jahr der sogenannten Bundestinner der Nationalmannschaft im Straßenfußball für wohnungslose Menschen.

00:12:47: Ich rechne Corona mal so ein bisschen

00:12:49: raus.

00:12:50: Ich war ja eine

00:12:50: große Lücke an dem Fall, wo ich ja nichts stattfinden konnte.

00:12:53: Aber seit dem Jahr im Jahr im Jahr im Jahr bin ich der offizielle.

00:12:55: Bundestrainer, wenn man das so sagen kann.

00:12:58: Man sieht meinen Grinsen jetzt nicht, aber ... Ja.

00:13:01: Also ... Aber man hört's, lustigerweise.

00:13:06: Aber ich find's total spannend und lustigerweise.

00:13:11: Ich hab mich das gefragt, weil ich hab bei den Homeless World Cup, wie gesagt, in der Vergangenheit schon geschrieben und mich damit beschäftigt.

00:13:17: Die sind irgendwann mal mit einer Brasseaussendung bei mir im Postfach gelandet.

00:13:22: Darüber hab ich's dann eben auch mitbekommen.

00:13:25: Und bin dann aber, wie das halt so ist, man hat immer so viele Themen gleichzeitig, bin dann nie so reingegangen in dieses, wie ist das eigentlich im Vorfeld organisiert.

00:13:36: Und deswegen finde ich es total cool, dass wir das jetzt heute machen können, also weil du hast jetzt schon gesagt, ihr habt mit eurem Verein dann teilgenommen an den Meisterschaften.

00:13:45: Es gibt auch verschiedene regionale Turniere.

00:13:49: Und es gibt dann eben die deutsche Meisterschaft, die hat stattgefunden am achten und neunten November, zwanzig, fünfundzwanzig in der Sportschule WEDAU.

00:14:00: Wie ist das denn mit der Qualifikation?

00:14:02: Also meldet man sich einfach an, wenn man teilnehmen möchte an der Meisterschaft.

00:14:06: Muss man dafür regional bereits irgendwas errungen geschafft haben?

00:14:12: Wie ist das organisiert?

00:14:13: Also, einmal kurz.

00:14:15: zurückgeblendet, also wir sind quasi seit Jahrzehntausend sechs, macht das unser Verein schon also schon relativ lange, also wir kommen bald in das zwanzigjährige Julium rein und sind quasi erstmal, es klingt jetzt ein bisschen hochgestochen, die Zielgruppe sind Menschen, also sind eigentlich wohnungslose Menschen, also entweder aus der wohnungslosen Hilfe, Drogen- und straffälligen Hilfe, Flüchtlingsbetreuung, gehört auch dazu, aber auch Straßenzeitung, das sind so unsere klassischen Zielgruppen.

00:14:42: Und letztendlich veranstalten wir, wie gesagt, diese regionalen Turniere vor Ort, je nachdem, wo dann Organisationen, die ein eigenes Fußballteam haben, warum sie haben, kann ich später noch mal darauf eingehen, wo sie dann einfach genau regionale Turniere spielen.

00:14:58: Und Highlight für uns als Verein auf nationaler Ebene ist dann einmal im Jahr die deutsche Meisterschaft, die wir organisieren, wo wir immer sechs bis zwanzig Teams sind aus ganz Deutschland.

00:15:09: Und die Idee ist quasi, dass sich Man muss nur in dieser Zielgruppe.

00:15:13: der Definition quasi zuzugehören, das heißt die Organisation, die sich quasi dieser Zegruppe widmet, kommt dann mit einem Fußballteam und kann dann dran teilnehmen.

00:15:23: Und es ist immer so ein bisschen auch angelehnt an den Homeless World Cup, diese Kriterien, wo was da ist definiert, wer darf eigentlich mit dran teilnehmen, bei dem Homeless World Cup, weil man darf ja als Teilnehmer nur einmal im Leben dran teilnehmen, als wohnungslose Person.

00:15:38: So streng sind wir bei der deutschen Meisterschaft nicht, aber man sollte schon genau wohnen.

00:15:42: wohnungslos sein und so genau überprüfen wir das auch nicht, weil wir auch gerne auch ehemals wohnungslose dabei haben.

00:15:50: oder genau also Betreuerinnen, Betreuer können auch gerne mit spielen.

00:15:54: Also da sind wir sehr sehr inklusiv.

00:15:56: und genau diese deutsche Meisterschaft, weil in diesem Also im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig, jetzt gerade am achtem, neunten November.

00:16:06: Und wir wechseln jährlich immer.

00:16:08: Also jedes Jahr findet die deutsche Meisterschaft an einem anderen Ort statt.

00:16:11: Das ist uns sehr, sehr wichtig, über ganz Deutschland verteilt.

00:16:15: Und dieses Mal war das bei in Kooperation mit der DFB-Stiftung der deutschen Nationalmannschaft, war das in der Sportschule Wiedau.

00:16:24: So ist ja einer der DFB-Stützpunkte.

00:16:27: Und letztes Jahr war das zum Beispiel in Freiburg.

00:16:29: Und davor in Hamburg.

00:16:30: Also wir kommen ganz gut rum.

00:16:34: Was ich mich gefragt habe, du hast es jetzt gerade schon gesagt.

00:16:37: Es war in Zusammenarbeit mit dem DFB und der DFB-Stiftung der Nationalmannschaft.

00:16:45: Das ist ja super, um das erstmal festzuhalten.

00:16:48: Gleichzeitig habe ich mich dann auch gefragt, warum gibt es dann von denen nicht auch mehr Publicity dafür?

00:16:57: Wäre ja schön gewesen.

00:17:00: Du sprichst da so einen kleinen Wundenpunkt an, der aber eigentlich relativ groß ist.

00:17:06: Letztendlich sage ich immer, es ist immer eine Ressourcenfrage, lack of time nenn ich es immer, Zeitmangel, weil unser Verein ist ja rein ehrenamtlich.

00:17:15: Das heißt, es wäre schön und das ist auch weiterhin unser Traum, aber in der Vergangenheit gab es sporadische Kooperation mit dem DFB.

00:17:25: Das hat sich meistens eher darauf beschränkt auf Trikot-Spenden zu den jeweiligen Weltmeisterschaften.

00:17:31: Nicht kontinuierlich, sondern wir fragen ja immer jährlich quasi an und manchmal klappt das manchmal nicht.

00:17:35: So und in diesem Jahr quasi konnten wir relativ spontan auch kurzfristig dann mit der DFB-Stiftung der deutschen Nationalmannschaft.

00:17:44: quasi dieses Turnier organisieren heißt in dem Fall sie haben das ein Teil davon finanziert ungefähr vierzig dreizig Prozent weil die Kosten nicht ganz gedeckt sind haben wir dann noch andere Spenden die dazukommen.

00:17:56: und genau das ist etwas, was im Nachhinein wir auch noch mal gerne auch mit der Stiftung selber, aber auch mit den DFB gucken wollen in Zukunft, wie man da auch im Sinne von Öffentlichkeitsarbeit, Sensibilisierung das Arbeit ist uns da auch sehr, sehr wichtig, weil wir das nicht einfach so stattfinden lassen wollen, sondern ja auch was dahinter steht, dass das da ist auf jeden Fall noch sehr, sehr viel Luft nach oben.

00:18:22: Ich hoffe, ich hab mich sehr diplomatisch ausgedrückt jetzt.

00:18:25: Ich muss das ja nicht, weil ich frag mich dann halt tatsächlich, wenn ich irgendwie denke, für was eben ansonsten Pressemitteilungen ausgesendet werden.

00:18:34: Also so einfach mal der Hinweis darauf, das findet statt.

00:18:37: Das war ja auch öffentlich.

00:18:38: Ihr habt ja auch bei euch auf der Homepage dazu eingeladen, eben als Besucherinnen vorbeizukommen und die Teams anzufeuern.

00:18:45: Also einfach mal so ein Instagram-Posting.

00:18:47: am eighth und neunten November findet die ... die deutsche Meisterschaft der Wohnungslosenstadt kommt vorbei, wäre ja irgendwie ganz cool gewesen oder vielleicht auch hinterher einfach mal der Hinweis darauf, wer gewonnen hat.

00:19:03: Da sind dann so Punkte, wo ich mich immer frage, weiß ich nicht, also man kann die Themen Inklusion, kann man halt... Abhaken, indem man irgendwelche, ich sag's jetzt mal, bewusst zugespitzt und du musst dazu auch gar nichts sagen, aber weil Diplomatie kann ich an der Stelle verstehen.

00:19:21: Ihr wollt ja da auch ein gutes Verhältnis miteinander haben, nur man kann halt irgendwelche hübschen Clips machen und sagen, wir sind alle der Fußball oder man verhält sich halt inklusiv, indem man beispielsweise eben dann darauf hinweist.

00:19:36: dass es diese Teams und diesen Wettbewerb und so weiter gibt.

00:19:40: Das muss auch gar nicht alles immer mit bösem Willen zusammenhängen.

00:19:43: Das kann auch einfach dann eine fehlende Aufmerksamkeit und Sensibilisierung sein, aber auch das ist ja natürlich ein Thema.

00:19:52: Genau, also schade, aber umso schöner, dass ihr das dann zumindest selber macht.

00:19:59: Wir verlinken das alles in den Show-Notes.

00:20:01: Also es gibt von Anstoßev, was du ja gerade schon angesprochen hast, eine Homepage.

00:20:07: Es gibt auch ein Instagram-Account, der sowohl den Homeless World Cup und die Teilnahme als eben jetzt auch die deutsche Meisterschaft ganz hübsch porträtiert, wo man sich da ein bisschen schlau machen kann.

00:20:22: Du hast das jetzt schon angesprochen.

00:20:23: Wer da kommt, wie ist das denn mit den Teams?

00:20:26: Also beim Homeless World Cup gibt es ja den Wettbewerb, wie näher einmal für Männer und einmal für Frauen.

00:20:33: Wie ist das bei euch?

00:20:35: Also letztendlich warst du vorher gesagt, dass das würde ich zu ein hundert Prozent unterschreiben.

00:20:39: So.

00:20:40: Und ich würde es jetzt erstmal um den Ball nochmal kurz von hinten aufzurollen.

00:20:44: Auch mir wünschen, dass da auf jeden Fall eine Verbesserung stattfindet.

00:20:48: So.

00:20:49: Und ich sehe das auch.

00:20:51: Also ähnlich, dass letztendlich auch alles kein Hexenwerk ist, gerade wenn es um Aufmerksamkeit geht.

00:20:58: Zumindest war jemand da, das ist ja auch schon mal gut.

00:21:03: Aber das zurück dazu zur Nationalmannschaft oder zum Homeless Workup.

00:21:09: Also wir haben bisher als deutsches Team immer mit einem Männerteam sind wir angetreten seit mit einem Frauenteam leider noch nicht.

00:21:20: Das ist ein Projekt, was wir uns... und ich nenne es erst mal Projekt, weil letztendlich geht es nicht darum, dass es ein Frauenteam in irgendeiner Stadt gibt.

00:21:31: sondern wir sind offizieller Partner vom Home of the World Cup, unser Verein und man muss bestimmte Kriterien erfüllen.

00:21:38: Man hat auch Kooperationsverträge, die gehen immer alle drei Jahre und dann verlängert man die und man muss nachweisen, dass man dem jeweiligen Land auch vor Ort tätig ist und da reicht es nicht.

00:21:48: Wir haben quasi ein Team, was zum Beispiel jetzt nur aus Frauen besteht und sonst nichts weiter drum.

00:21:55: So keine Workshops, keine Netzwerke, keine anderen Turniere und so weiter.

00:22:00: Das ist nicht gewünscht.

00:22:01: So und dementsprechend hat es bisher noch nicht geklappt, die unsere Sourcen so einzusetzen, dass wir ein Männer-Team und ein Frau-Team hinschicken.

00:22:09: Allerdings, und da kann man sagen, es ist relativ spät, hatten wir jetzt zwanzig-dreiundzwanzig zum ersten Mal eine Frau bei uns mit dem Team, die ist mit nach in die USA geflogen, nach Sacramento.

00:22:21: wo die Weltmeisterschaft war und ich würde sagen, das war viel, viel zu spät.

00:22:27: Aber ich fand das toll, dass wir endlich das mal geschafft haben, dass wir auch eine Teilnehmerinnen mitnehmen konnten.

00:22:34: Und ansonsten ist der Anteil bei den Teams an Frauen sehr, sehr gering.

00:22:39: Also das ist auch ein Grund.

00:22:41: dass wir bisher nur geschafft haben, immer nur ein Mannateam als Nationalmannschaft dorthin zu schicken.

00:22:48: Da sind andere Länder weiter, wie z.B.

00:22:49: Schweiz oder Österreich, die auch immer mit zwei Teams dorthin reisen.

00:22:53: Da sind die Strukturen im Hintergrund aber auch ganz andere.

00:22:55: Das sind Vereine, die sich hauptamtlich darum kümmern.

00:23:01: quasi ihre Berufszeit dafür haben.

00:23:04: Das haben wir hier in Deutschland nicht.

00:23:06: So, also ich und mein Kollege Giersche, die im Vorstand sind, wir machen das ehrenamtlich neben Beruf und Familie und bisher sind Ressourcen so, dass wir das bisher nur für das Männerteam geschafft haben oder schaffen.

00:23:18: Aber eine Idee ist weiterhin da.

00:23:21: Kannst du denn, weil das weiß ich jetzt tatsächlich nicht, ich hatte ja ein paar Teilen mitgebracht am Anfang, was dazu sagen, weißt du das aus dem Kopf zu verlegt, wie ist denn die Verteilung in der Wohnungslosigkeit, also sind das auch mehr Männer als Frauen oder kann man das so nicht sagen?

00:23:36: Ja,

00:23:36: das hängt natürlich immer so ein bisschen auch von Land statt ab, aber generell hat man so eine Faustregel, sind zwanzig bis dreißig Prozent Anteil an Frauen und der Rest sind Männer.

00:23:47: Das hängt immer ein bisschen davon ab.

00:23:48: In Großstädten gibt es noch sehr viel mehr verdeckte Wohnungslosigkeit, als Straßenaufdachlosigkeit.

00:23:53: Da ist immer schwierig diese Dunkelziffer so ein bisschen zu sehen dann auch.

00:23:57: Das betrifft vor allem auch viele Frauen und auch viele junge Frauen.

00:24:00: Aber jetzt auch in den offiziellen Einrichtungen, stationäre Einrichtungen sind es meistens zwanzig bis dreißig Prozent.

00:24:07: Und dementsprechend sind in den Sportteams mit den Projekten, die wir zusammenarbeiten, meistens immer ein bis zwei Frauen höchstens dann im Team dabei.

00:24:17: Bei der letzten deutschen Meisterschaft in Duisburg hatten wir jetzt einige Teams dabei.

00:24:20: Da waren zumindest, ich würde sagen, wir hatten sechzehn Teams und ich würde sagen, bei fünf Teams waren auch Frauen dabei, aber meistens immer ein bis zwei.

00:24:28: Aber das heißt also, die gemischten Teams sind dann zugelassen.

00:24:32: und beim Homeless World Cup, weil du jetzt gesagt hast, ihr hattet da zwanzig, dreien, zwanzig, das erste Mal auch eine Frau dabei, ist das dann, kann man da mit einem gemischten Team antreten?

00:24:41: Genau, gut, dass du nochmal nachfragst.

00:24:43: Genau, also das Männer-Tunier ist quasi ein gemischtes Turnier, da können dann auch in den Teams Frauen mitspielen und dann gibt es halt das Frauen-Tunier, da können nur Frauen teilnehmen.

00:24:55: Okay, spannend.

00:24:55: Genau, so.

00:24:56: Genau, und das wird auch immer sehr genutzt von den Nationalitäten.

00:24:59: Wir haben auch immer zwei, drei Frauen dabei.

00:25:03: Das ist ja auch eine gute Form von Öffnung zu sagen.

00:25:06: Man macht es eben tatsächlich so.

00:25:09: Und dann, du hast jetzt zur Struktur und zur Organisation schon ein bisschen was gesagt.

00:25:14: Also wenn man jetzt mal weg geht von der Meisterschaft und eben in die Städte schaut, wo es entsprechende Teams gibt, da muss es ja auch eine Struktur drum herum geben, oder?

00:25:24: Also die Menschen brauchen eine Niedrigschwellig, aber schon eine Ausrüstung, also mal mindestens Schuhe.

00:25:30: Man muss irgendwo die Möglichkeit haben, hinterher zu duschen, sich trockene nicht verschwitzen.

00:25:38: Klamotten anzuziehen.

00:25:40: Wie wird das an den unterschiedlichen Standorten gewährleistet?

00:25:44: Genau, also letztendlich sind die Zigegruppen ja so divers, dass letztendlich die Teams auch sich sehr stark manchmal unterscheiden.

00:25:50: Also es macht einen Unterschied, ob ich jetzt ein Team habe mit Menschen, die nur in Anführungszeichen obdachlos sind.

00:25:57: Das heißt, ich muss eine ganz andere Infrastruktur bereitstellen, damit überhaupt Menschen bereit sind, neben dem schweren Alltag auf der Straße und immer die Frage, wo er sich, wo schlafe, wie überlebe ich, wie verdiene ich mein Geld.

00:26:08: auch noch zum Fußballtraining zu gehen, muss ich quasi gewisse Infrastruktur zur Verfügung stellen.

00:26:14: Das ist natürlich immer ein Ort, wo man überhaupt spielen kann.

00:26:17: Das ist klassischerweise entweder ein Fußballfeld oder eine Halle.

00:26:21: Aber ich kenne auch Teams, die dann klassischerweise einfach im Park miteinander kicken.

00:26:26: So, da braucht man ja nichts.

00:26:27: Da braucht man eigentlich nur einen Ball und vier Pfosten und das macht man dann mit Kleidung dann und spielt dort ein bisschen Fußball.

00:26:36: Und dann ist es noch einen riesengroßen Unterschied, finde ich, wenn man bei Einrichtungen reingeht, die stationär sind, also Wohnungseinrichtungen für betroffene Menschen.

00:26:47: oder Suchtherapie oder Straffälligenhilfe, wo quasi die Menschen schon vor Ort an einem Ort sind, wo dann die Infrastruktur schon gegeben ist.

00:26:56: Die meisten haben dann Duschen, die können ihre Kleidung auch waschen zum Beispiel.

00:27:02: Da geht es eher darum, dass dann Fußballschuhe organisiert werden müssen und so weiter.

00:27:06: Das ist dann nochmal, merkt man auch an den Teams, wenn sie zur deutschen Meisterschaft kommen oder bei den Regionalen turnieren, dass man da große Unterschiede sieht.

00:27:16: oder ob ich aus einer Erstaufnahmeeinrichtung für aus der Geflüchtetenhilfe komme.

00:27:22: Da muss man sich schon konstitutionell schon ein bisschen andere Gedanken machen.

00:27:26: Letztendlich ist das aber häufig auf Spenden angewiesen, was gerade die Ausstattung angeht.

00:27:32: und damit steht und fällt das Sportangebot der Einrichtung und es fällt auch mit den Engagement der Mitarbeitenden, also ohne das Engagement von Sozialarbeiten.

00:27:43: wenn die dann weiterziehen oder den Beruf wechseln oder die Stadt wechseln, haben wir die Erfahrung gemacht, dass häufig so ein Sportangebot auch einschläft bzw.

00:27:53: dann nicht mehr stattfindet.

00:27:56: Also wir haben einmal die logistische Herausforderung, die finanzielle, aber auch das Engagement.

00:28:01: Das sind so die Herausforderungen.

00:28:03: Ja, kann ich mir sehr gut vorstellen.

00:28:06: Vielleicht mal von der anderen Seite drauf geschaut.

00:28:11: Was sind Gründe, warum dieses Angebot?

00:28:14: angenommen, gern angenommen wird, was, was bringt es?

00:28:18: Also ganz platt gesagt und was, was berichten vielleicht auch die Menschen darüber, warum das einen Wert für sie hat?

00:28:24: Also fangen wir erstmal bei dem Training an.

00:28:27: Letztendlich geht es darum, diesen Alltag, der ja auch immer sehr negativ belastet ist, auch mal einen Moment abzuschütteln.

00:28:34: Und da gibt es ja Sport.

00:28:36: im Allgemeinen ist dafür, glaube ich, immer ein gutes Handwerkzeug dafür, nicht nur Fußball, sondern es kann ja auch jeglich.

00:28:44: Sport sein, soll es auch nur laufen gehen, den Kopf frei bekommen, sagt man ja immer so schön und sich mal nicht vierundzwanzig Stunden mit seinen Problemen zu beschäftigen.

00:28:51: So, das ist häufig eine Motivation zu sagen, okay, mich Sport angeboten zu widmen und Fußball ist sehr niedrigschwellig.

00:29:01: so und die meisten können mit Fußball was anfangen.

00:29:04: und dementsprechend ist das häufig einer der Hauptgründe, warum Menschen sagen, das ist was für mich.

00:29:10: So, gar nicht so in dem Sinne von, ich habe früh mal Fußball gespielt oder mal im Verein oder als Kind.

00:29:18: Also das ist manchmal gar nicht so der Hauptgrund, sondern es geht eher darum mal, was anders zu machen als sich, mit diesen auch großen Problemen zu beschäftigen.

00:29:32: Bei der deutschen Meisterschaft ist es so, merken wir immer wieder, dass klar im Mittelpunkt steht ja immer so ein bisschen das Gewinnen.

00:29:40: bei Meisterschaften.

00:29:42: Aber das ist, glaube ich... Was wir als Sozialsport auch so ein bisschen anders definieren, als vielleicht auch das, was man unter Fußball versteht.

00:29:50: Weil letztendlich ja, das brauche ich dir wahrscheinlich nicht zu sagen, dass Sport im Sport steht halt auf Sieg und Komenzialisierung im Fokus.

00:29:57: Und für uns steht halt eher, dass ein Gewinn nicht in Toren gezählt werden kann, sondern der Gewinn ist sehr individuell für die Person zu definieren.

00:30:08: Und da geht es nicht um, wer die meisten Tore schießt, sondern es geht darum, Fair Play und auch in Integration in das Leben zurück.

00:30:17: Und das ist so ein bisschen auch dieser Kerngedanke, den wir seit vielen, vielen Jahren leben.

00:30:21: Und wir haben durch diese drei Ebenen, also Training, oder vier sind es ja dann Training, regionale Turniere, deutsche Meisterschaft, Homeless Workup, gibt es sehr viele Möglichkeiten sich dort darin wiederzufinden für die betroffenen Personen.

00:30:36: Und wir erleben auch einen ganz tollen Output dabei, auch im Sinne von Gemeinschaftsgefühl.

00:30:42: und auch nicht mehr nur als obdachlose oder wohnungslose Person gesehen zu werden, sondern wenn man jetzt bei der deutschen Meisterschaft vorbeikommen würde, würde man nicht merken im ersten Blick, das sind obdachlose Menschen, sondern da spielen welche Fußball.

00:30:55: Man würde sich wundern, warum spielen die da auf so einem komischen Feld und mit Bannen?

00:30:58: und was für Regeln sind das.

00:30:59: Da kann ich vielleicht auch noch mal drauf eingehen.

00:31:02: Und beim Homeless Workup genauso.

00:31:05: Da fragt man sich eher, ist er so ein Irritationsmoment für Menschen, die von außen kommen und sagen, das sollen obdachlose Menschen sein, die dort spielen.

00:31:13: So ist eher so diese Irritation, die wir auch so ein bisschen wollen, weil letztendlich, dass auch diese Denkmuste so ein bisschen aufbricht.

00:31:19: So sagen nämlich, obdachlose Menschen verbindet man nicht mit Sport und schon gar nicht mit einer Weltmeisterschaft und in der deutschen Meisterschaft.

00:31:27: Wie klein, aber auch der Blick immer ist, wie sehr Menschen irgendwie in Schubladen leben und wie gut es ist, die Schubladen mit genauso was aufzubrechen.

00:31:37: Bevor wir gleich genau, was du gerade schon angesprochen hast, auf die Regeln kommen, habe ich noch eine Nachfrage zu dem Thema, was der Sport da für eine Bedeutung hat.

00:31:46: Du hast das Gemeinschaftsgefühl und dieses den Kopf ausschalten und einfach mal eben für die Dauer von einem Spiel oder von einem Training einfach nur eine Person zu sein, die Fußball spielt.

00:31:57: alles, was sonst einem vielleicht dran hängt im Alltag.

00:32:00: Ich glaube, das kennen viele von uns ja auch einfach vom Sport selbst.

00:32:04: Ich habe mich gefragt, ob auch sowas wie Struktur da ein Thema ist.

00:32:08: Also, dass eben diese Trainings auch eine Struktur geben.

00:32:11: Was würdest du da aus deiner Beobachtung sagen?

00:32:14: Ja, dann würde ich auf jeden Fall zustimmen.

00:32:15: Aber ich weiß gar nicht, ob Struktur das richtige Wort ist, weil letztendlich das Leben auf der Straße und in einer Einrichtung schon sehr durchstrukturiert ist.

00:32:24: Also, wenn man jetzt nur die Straße nimmt, die Menschen auf der Straße sind freundbestimmt.

00:32:29: Das heißt, sie müssen sich danach richten, wie sie vor Ort bestimmte Angebote wahrnehmen können.

00:32:36: Wo kann ich essen, trinken?

00:32:38: Das hat bestimmte Öffnungszeiten.

00:32:40: Wenn sie jetzt direkt auf der Straße schlafen müssen, immer gucken, wie lange kann ich an diesem Ort bleiben, damit ich nicht geäumt werde oder die Polizei vorbeikommt oder der Geschäftsinhaber usw.

00:32:48: Das heißt, der Tag ist ja durchstrukturiert.

00:32:51: Wo es bei vielen in Einrichtung geht, ist auch nochmal das Thema Einsamkeit.

00:32:55: auch in der Frage, wer bin ich und so ein bisschen rauszukommen, also auch so ein bisschen selbstvertrauen zu tanken.

00:33:03: Ich glaube, das würde ich auch nochmal ergänzen, also selbstbewusstsein zu haben, weil man immer vermittelt bekommt, man selber sei ein Problem, du bist ein Problem und irgendwann hat man das so verinnerlicht, ist auch so sozial erschöpft, dass man gar nicht mehr entstanden ist, auch mal positiv über sich selber.

00:33:21: zu denken.

00:33:22: So, das würde ich noch ergänzen und vielleicht noch so.

00:33:25: ein anderer Aspekt ist, genau, es geht natürlich auch um gesundheitliche Prävention.

00:33:30: Also das spielt natürlich auch eine Rolle.

00:33:32: Das hängt dann von den Angeboten vor Ort ab, von der Organisation welchen Schwerpunkte sie haben.

00:33:36: Weil ich arbeite natürlich mit Suchterkrankten, die Alkohol oder Drogenabhängig sind, spielt Sport natürlich auch eine wichtige Rolle.

00:33:46: Und dementsprechend wird das auch in das Programm der Reha, so nenn ich es mal.

00:33:52: mit eingebaut und deswegen spielen schon gesundheitliche Fragen natürlich auch eine Rolle.

00:34:00: Und letztendlich am Ende steht immer eine psychische und soziale und gesellschaftliche Komponente und Reintegration oder Integration in die Gesellschaft.

00:34:08: Klingt jetzt so auf Metaebene, aber das spielt natürlich auch immer eine Rolle.

00:34:14: Und dann, du hast es schon anklingen lassen.

00:34:17: Also anders als der Name es vielleicht erst mal vermuten lässt, wird eben nicht nach an den klassischen Fußball angelegten oder angelehnten Regeln gespielt, sondern die Regeln sind angelehnt an Street Soccer tatsächlich.

00:34:35: Kannst du vielleicht so die wichtigsten Punkte mal benennen, also wie funktioniert so ein Spiel, so ein Bewerb.

00:34:44: Genau, also Straßenfußball hat man ja auch ganz unterschiedliche Bilder im Kopf.

00:34:49: Also ich würde jetzt mal ohne irgendjemand nahe drehen zu sagen, Straßenfußball denkt man irgendwie auch an Beach Shocker oder irgendwie auf dem Hof kicken früher, also auf der Straße ganz klassisch oder in den Slums.

00:35:04: in Rio oder wo auch immer.

00:35:07: Also das nennt man so ein bisschen, zumindest so, wenn ich das Thema Straßenfußball, Street Soccer, so.

00:35:14: Das hat sich natürlich professionellisiert in den letzten Jahren.

00:35:17: Es gibt ja auch Straßenfußball oder Kleinfeld Turniere und so weiter und so fort.

00:35:22: Aber Straßenfußball bei uns heißt quasi, dass es eine bestimmte Spielart ist.

00:35:26: Und da fange ich glaube ich erstmal an mit dem Spielfeld.

00:35:30: Das ist mit Bande, breit, zwanzig Meter, zwanzig Meter lang.

00:35:37: Die Tore sind vier Meter breit und eins und zwanzig hoch.

00:35:41: Also auch schon sehr besondere Tore, so ähnlich wie beim Walking Football, würde ich das sagen, nur halt noch ein bisschen länger.

00:35:47: Und das Spielwelt ist meistens, kann auf jeglichen Untergrund gespielt werden.

00:35:53: Also klassischerweise hatten wir die deutsche Meisterschaft im Straßenfußball, zwanzig, dreieinzwanzig in Hamburg, vom Milanturstadion direkt auf Beton.

00:36:01: Aber wir haben auch schon Turniere auf Normal auf Naturrasen oder Kunstrasen oder mit Gummiplatten.

00:36:09: Also es kann eigentlich überall gespielt werden.

00:36:12: Und dann ist es so, genau, die Regeln, würde ich sagen, sind die Teams bestehen aus vier mal vier.

00:36:21: Das heißt, es gibt drei Feldspieler, einen Torhüter und vier Aussexuspieler.

00:36:26: Und die Regeln, würde ich schon mal so sagen, sind so ein Mix, sage ich immer aus Fußball, Handball, Basketball und Eishockey.

00:36:35: Klingt so ein bisschen überfordern, aber ist es in dem Sinne nicht.

00:36:38: Klingt wild.

00:36:38: Klingt

00:36:39: wild, ist aber eigentlich relativ simpel, weil man da wie beim Handball den Strafraum des Törhütters nicht betreten.

00:36:45: So, als Spieler und der Törhütter darf aber auch nicht raus.

00:36:48: So, der muss dort drin bleiben.

00:36:53: Wenn das quasi passiert, dann gibt es einen Penalty, der ist wie beim Eishockey.

00:36:57: Das heißt, man rennt quasi auf den Toilette dann zu und darf einen Elfmeter schießen.

00:37:03: Und dann ist es so, und da komme ich gleich, kann ich das noch ein bisschen mehr erklären, ist es so, dass die angreifende Mannschaft immer im Überzahl spielt.

00:37:11: Das heißt, sie spielen immer drei gegen zwei.

00:37:14: Im optimalen Fall.

00:37:16: Und die verteidigende Mannschaft muss ein Spieler immer in der gegnerischen Hälfte belassen.

00:37:21: Das heißt, es ist immer ein Überzahlspiel im Angriff.

00:37:25: Und da kann man sich natürlich denken, da fallen dann auch in dem Spiel natürlich viele Tore.

00:37:29: Das ist auch so gewollt.

00:37:31: Ich wollte sagen, es würde mancher Team in der Bundesliga auch helfen.

00:37:34: Ja,

00:37:34: ich glaube schon auch als Training.

00:37:36: Und man denkt gar nicht, die zwei mal sieben Minuten sind sehr, sehr intensiv.

00:37:41: Also man könnte jetzt denken, das ist nicht lang, es ist aber wirklich lang.

00:37:45: Und man kommt auch schon relativ häufig an die konditionellen Grenzen, auch als eine Person, die vielleicht keine Erfahrung mal auf der Straße oder in Armut hatte, ist bei dieser Spielform, konnte man schon auch an seine konditionellen Grenzen.

00:38:03: Das sind so, würde ich sagen, die Rahmenbedingungen, die wie Straßenfußball gespielt wird.

00:38:11: auch international.

00:38:12: Also das sind die sogenannten Homeless World Cup Regeln.

00:38:19: Und was ich noch ganz spannend finde, der Torhüter, die Torhüter erinnern darf keine Tore selbst

00:38:25: schießen.

00:38:25: Genau, genau.

00:38:26: Im Fußball tatsächlich anders ist, also man denke an Katrin Berger beispielsweise mit ihren Elfmetern, aber das ist bei euch nicht erlaubt.

00:38:34: Nee, das ist nicht erlaubt und man darf auch nur zweimal zum Torhüter zurückspielen und dann gibt es, sonst gibt es Elfmeter.

00:38:41: Also da sind so paar kleinere Feinheiten noch dabei.

00:38:46: Genau, der Wald wird immer eingerollt.

00:38:48: Und genau, also das sind so die Feinheiten, würde ich noch sagen.

00:38:54: Und jetzt haben wir gesagt, im November gab es eben die deutsche Meisterschaft, die nicht nur dazu dient, wie der Name schon sagt, eben einen Meister auszuspielen.

00:39:05: Vielleicht kannst du dazu auch ganz kurz noch was sagen.

00:39:08: Also wer dann tatsächlich gewonnen hat, ist immer das, wo ich dann dazu sage, ich habe es mir natürlich angeschaut.

00:39:15: Aber schöner ist es ja, wenn du es erzählen kannst, nicht, dass die Leute denken, ich habe meine Recherche nicht betrieben.

00:39:21: Aber außerdem dient diese Meisterschaft ja auch noch dazu, dass du dann in deiner Rolle, da kommen wir wieder dazu als lächelnder Bundes-Trainer, die Spieler in Aussuchs, die teilnehmen dürfen, am nächsten Homeless World Cup, der nämlich stattfinden wird, in Mexiko, korrekt?

00:39:44: Genau, in Mexico City, wenn wir die Weltmeisterschaft haben, das war glaube ich, in Mexiko, also wir kommen schon mal.

00:39:53: noch mal dort hin.

00:39:55: Du hast es gesagt, die deutsche Meisterschaft hat quasi zwei Funktionen, einmal den deutschen Meister auszuspielen und das ist in diesem Jahr das Carl Sonscheinhaus aus Oberhausen geworden, also gar nicht so weit weg von Duisburg.

00:40:12: Die haben gegen die Diakonie Wiesbaden, gegen die Lilienkicker im Finale gewonnen, ein spannendes Finale, fünf vier ist das ausgegangen.

00:40:19: Und den dritten Platz hat das Reha-Zentrum Alt Osterholz in der Nähe von Bremen gemacht.

00:40:27: Man hört schon so ein bisschen an den Namen.

00:40:29: Eigentlich war ganz Deutschland vertreten, also wie gesagt waren das sechzehn Teams.

00:40:33: Kam auch Stuttgart, Düsseldorf, Saarbrücken, aus Herzog Seekmühler, aus dem Allgäu Freiburg.

00:40:40: Oberhausen, Käsdorf, also wirklich sehr, sehr bunt.

00:40:44: Ich glaube, das Östlichste war jetzt Berlin in diesem Jahr.

00:40:46: Das hängt auch immer so ein bisschen von den Ressourcen der Team selber ab, ob sie das quasi schaffen, auch zu den deutschen Meisterschaften zu kommen.

00:40:53: So, ich glaube, das Westlichste war dann Saarbrücken und auch Völkling, würde ich jetzt sagen.

00:41:00: Und dieses Jahr waren auch viele aus dem Nordrhein-Westfalen dabei, aus dem NRW, was mit der Örtlichkeit einfach auch zu tun hat, was uns aber auch so ein bisschen freut, weil uns Corona auch so ein bisschen schon noch Strich durch die Rechnung immer noch macht, weil viele Organisationen das Fußballangebot, was sie hatten, damals ja nicht durchführen konnten und jetzt immer noch Schwierigkeiten haben, genau das wieder aufrecht zu gestalten zu bekommen.

00:41:22: Und was ich erwähnen möchte, das hat auch mit einem Home-as-workup so ein bisschen zu tun.

00:41:27: Wir spielen nicht nur den deutschen Meister aus, sondern bei uns ist es wichtig, dass jedes Team gleich viele Spiele hat.

00:41:33: Das heißt, wir kommen irgendwann natürlich auch in so eine KO-Phase rein.

00:41:36: Also der erste Tag ist meistens immer die Vorrunde und dann kommt quasi die Finalrunde am zweiten Tag und dort quasi die, wir hatten vierer Gruppen jetzt.

00:41:47: Vier Vierer Gruppen und die dritten und vierten Plätze haben dann quasi den sogenannten WEDAU-CUP ausgespielt.

00:41:53: Das sind dann die Plätze neun bis sechzehn.

00:41:54: Wir nennen das den WEDAU-CUP und konnten dort auch quasi den CUP-Sieger ausspielen, auch Plätze eins bis drei dann, sodass quasi wir nicht Platzierung haben eins bis sechzehn, sondern eigentlich nur eins bis acht und dann nochmal eins bis acht.

00:42:08: Das ist im Homeless Workup genauso.

00:42:09: Das heißt, dass auch Teams, die im hinteren fällt sich so rumtummeln, immer noch die Möglichkeit haben auch etwas zu gewinnen.

00:42:18: Und ich hatte es vorhin so ein bisschen nebenbei gesagt, also eigentlich steht bei uns das Thema Fair Play im Vordergrund.

00:42:26: Und es gibt auch immer ein Fair Play Pokal zu gewinnen für ein Team, für ein besonders faires Verhalten oder auch Spirit.

00:42:32: Und das ist diesmal das Johannes Fallhaus aus Stuttgart geworden.

00:42:37: Das so einmal zur deutschen Meisterschaft.

00:42:41: Genau, und ich hab dann währenddessen neben organisatorischen Aufgaben vor Ort, Turnierleitungen, Kuh, hab ich dann immer noch die, du hast das so schön genannte, lächelnde Aufgabe als Nationaltrainer, acht Teilnehmende auszuwählen.

00:42:52: Das ist immer gar nicht so einfach, finde ich, weil letztendlich waren wir insgesamt jetzt hundert- und achtzig Teilnehmende, so davon acht nur auszuwählen, zu scouten in dem Sinne, in nur anderthalb Tagen.

00:43:03: Ich glaub, das macht der richtige Bundestrainer oder egal jetzt für Männer oder Frauen auch in anderen Bereichen haben eine wesentlich mehr Zeit dafür.

00:43:13: Und vielleicht auch ein paar mehr Ressourcen und Mitarbeitende.

00:43:17: Genau, das auch.

00:43:19: Aber ich habe auch andere Auswahlkriterien, kann ich gleich auch noch mal drauf eingehen.

00:43:23: So, und ich durfte dann quasi acht Teilnehmende benennen.

00:43:27: Und das ist dann auch noch mal so ein Highlight der deutschen Meisterschaft, wo auch viele so ein bisschen aufhin fiebern, so ein bisschen an so einer Weltmeisterschaft ranzunehmen.

00:43:36: Das ist schon wirklich was Besonderes, so auch gerade in dieser Thematik und das fühlen sich viele sehr, sehr geehrt.

00:43:46: Ich fühle mich eigentlich eher geehrt, mit dem Teilnehmern das machen zu dürfen, also genau andersrum.

00:43:52: Aber da merkt man auch, wie die Augen auch glänzen und leuchten und nicht nur die Spieler, sondern das ganze Team sich für die Ausgewählten freut.

00:44:05: Und ich habe glaube ich ein ganz gutes Team jetzt zusammen.

00:44:09: Und wir werden noch vor der Weltmeisterschaft zwei Trainingslage haben in diesem Jahr und meistens dann im Frühjahr, in diesem Frühjahr und dann nochmal kurz vor der Weltmeisterschaft, um dann ja einmal sich das Team sich zusammenfindet, aber natürlich auch so ein bisschen fußballerisch uns vorzubereiten.

00:44:30: Jetzt hast du gerade gesagt, Mexico City ist ja nicht ums Eck, sag ich mal.

00:44:36: Wie stemmt ihr die Finanzierung für die Trainingslager und die Teilnahme?

00:44:41: Ich könnte mir vorstellen, das gehört zu den größten Aufgaben, oder?

00:44:45: Genau, das Fundraising nach dem Weltmeisterschaft ist immer vor der Weltmeisterschaft, bei der deutschen Meisterschaft eigentlich auch genauso.

00:44:52: Wir sind rein spendenfinanziert.

00:44:54: Das heißt, wir müssen jedes Mal gucken, jedes Jahr, wie wir diese beiden Großen Veranstaltung für uns, also Homeless Workup und deutsche Meisterschaft finanziell stemmen können.

00:45:05: Bisher ist uns das immer gelungen, aber wenn wir das finanziell nicht stemmen könnten, dann könnten wir zum Beispiel nicht zu Homeless Workup fahren oder auch keine deutsche Meisterschaft ausrichten.

00:45:18: Und ich kann jetzt ganz ehrlich sagen, im Moment haben wir das Geld für Mexiko noch nicht zusammen.

00:45:23: Also das besteht dann natürlich, wir müssen nach Mexico City natürlich kommen.

00:45:27: Das heißt, wir müssen dort hinfliegen in dem Fall.

00:45:31: Die Flugkosten sind relativ hoch, was das betrifft.

00:45:33: Es werden insgesamt zehn Teilnehmende sein.

00:45:36: Ein Team besteht immer aus acht Spieler und zwei betreuende Personen.

00:45:40: So, mal aus mir als Bundestrainer und meinen Kollegen Yeji, der quasi der Teammanager ist.

00:45:46: Das sind auch die Sachen, also vor Ort entstehen für uns keine Kosten.

00:45:50: zusätzlichen Kosten zumindestens.

00:45:53: Also die Versorgung und Unterbringung wird vom Homeless Workup gestellt vor Ort.

00:45:56: Das heißt, wir müssten eigentlich für die Teilnahme nur in Anführungszeichen die Reisekostensstärmen und die Ausstattung und dann die beiden Trainingslager.

00:46:06: Das ist das, wo wir uns jetzt auf dem Weg machen, das quasi per Fundraising zusammen zu bekommen, genau.

00:46:13: Das werden wir natürlich auch alles in den Show-Notes verlinken, wie die Möglichkeiten da sind, euch zu unterstützen.

00:46:23: Ja, sehr gerne.

00:46:24: Also davon lebt das so ein bisschen, erfordert aber auch immer sehr viel Ressourcen, sehr viel Zeit, sich darum zu kümmern.

00:46:31: Also das ist auch eine der Aufgaben, die ich auch mache, zusammen mit ein kleines Team bei Anstoß.

00:46:37: Im Moment, was diese Arbeit angeht, sind wir so... Hauptverantwortung haben so drei bis vier Personen derzeit für die ganze Arbeit und dann haben wir noch ganz viele, die uns bei den Turnieren vor Ort unterstützen.

00:46:50: So auch ehemals Teilnehmende, was ich gerne auch noch mal erwähnen möchte, die ich auch schon mal bei einer Weltmassenschaft daran teilgenommen haben, bleiben eigentlich bei uns als beim Verein und unterstützen uns die ganze Zeit durchgängig, was auch wirklich sehr, sehr schön ist.

00:47:05: Und letztes Jahr in Oslo, wo ich war, war der Teammanager auch ein ehemaliger Spieler.

00:47:11: der mitgekommen ist und mich dort unterstützt hat.

00:47:12: Also da haben wir eine sehr, sehr enge Bindung auch, um so einen kleinen Exkurs zu machen.

00:47:18: Ist aber auch noch mal so ein Punkt, ehrlicherweise, wo ich mir denke, da könnte ja der Verband... sich vielleicht noch positiv einbringen.

00:47:29: Jetzt haben wir ja schon gesagt, also wir nehmen es mit ein bisschen Vorlauf auf die Folge.

00:47:33: Wer weiß vielleicht hat sich ja sogar schon was getan, bis sie dann erscheint.

00:47:38: Also es würde so ein bisschen so eine Sicherheit, also wenn man sagen könnte für die nächsten drei Jahre, ist das erstmal safe, dann könnten wir uns ganz anderen Wittenthemen widmen, die wir schon uns länger widmen würden.

00:47:48: Was wir aber schon vor Ort haben, das hängt so ein bisschen vor unseren Kooperationen vor Ort ab.

00:47:52: Also ich habe, weil ich hier aus Hamburg komme, einen relativ engen... mit den FC St.

00:47:56: Pauli.

00:47:58: Mein Kollege, der in Wiesbaden wohnt mit Mainz und mein anderer Kollege in Nürnberg, da haben wir schon so auch, was die jeweiligen Fußballverbände angeht, eine ganz gute Connection.

00:48:09: Da ist nur immer das Thema manchmal Finanzierung, weil wir bundesweit tätig sind, ist dann manchmal ein bisschen schwierig, wenn es nur lokale Unterstützung eigentlich nur möglich ist.

00:48:23: Da ist es dann immer schwierig.

00:48:25: finanzielle oder Sachmittel zu bekommen, weil das dann immer nur lokal eingesetzt werden darf.

00:48:29: Also vor Ort.

00:48:31: Das ist natürlich schwierig manchmal.

00:48:32: Genau.

00:48:34: Vielleicht kannst du ja beim Thema Homeless World Cup noch ein bisschen was dazu sagen.

00:48:38: Also wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr.

00:48:41: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr.

00:48:43: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr.

00:48:45: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr zum Jahr zum Jahr.

00:48:46: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr zum Jahr.

00:48:47: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr zum Jahr.

00:48:48: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr zum Jahr.

00:48:50: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr zum Jahr.

00:48:51: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr zum Jahr.

00:48:52: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr.

00:48:54: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr.

00:48:54: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr.

00:48:56: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr.

00:48:57: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr.

00:48:59: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr.

00:49:00: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr.

00:49:01: Wir haben schon gehört, im Jahr zum Jahr.

00:49:02: Wir haben miteinander auf verschiedenen Kontinenten stattfinden zu lassen.

00:49:05: Jetzt haben wir quasi in den letzten vier Jahren, will ich sagen, vier Kontinente hinter uns.

00:49:09: So, oder jetzt mit Mexiko dann der vierte.

00:49:13: Weil wir im Jahr zwanzig, dreiundzwanzig nach Corona waren wir in den USA, vierundzwanzig waren wir in Seoul, also in Asien, Südkorea.

00:49:21: Jetzt waren wir in Europa wieder in Oslo, nächstes Jahr in Mexiko.

00:49:24: Also wir kommen ganz gut rum.

00:49:26: Und jede Weltmeisterschaft hat natürlich auch seinen eigenen Charakter.

00:49:29: Das hängt natürlich von den Bedingungen so ein bisschen vor Ort ab.

00:49:31: Also für die Teilnehmenden würde ich jetzt aber sagen, klingt vielleicht so ein bisschen lapidar gesagt, aber spielt eigentlich nicht so wichtig, wo das stattfindet, sondern das ist stattfindet.

00:49:45: So und hat dann nochmal einen positiven Gewinder drauf, ob das jetzt Oslo ist oder Sol, obwohl man das auch immer nie miteinander vergleichen kann.

00:49:55: Die letzte Weltmeisterschaft war wie gesagt in Oslo, in einem europäischen Land und das war mitten in der Stadt am.

00:50:01: Ich weiß nicht, ob du schon in Oslo gewesen bist.

00:50:03: Da haben sie diese drei Felder aufgebaut.

00:50:05: Das sind dann drei Arenen, die dann mitten in der Stadt aufgebaut werden.

00:50:09: Ganz schön am Wasser, also im Hintergrund war das Wasser und dahinter quasi die Altstadt.

00:50:14: Und dort ist es immer gewünscht, dass auch viel Publikumsverkehr ist.

00:50:17: Also dass es nicht einfach außerhalb irgendwo stattfindet, wo man sich eher bemühen müsste, dort hinzukommen, sondern mittendrin soll es sein.

00:50:25: Und das hat in Oslo ziemlich gut geklappt.

00:50:27: Die Tribüden waren eigentlich immer relativ voll, was auch schön ist.

00:50:31: Und wir als deutsches Team wurden auch immer angesprochen, sehr häufig von deutschen Touristen, die dort ausgespuckt worden sind von den verschiedenen Schiffen, die dort immer anlegen und man immer acht bis zwölf Stunden ja immer Zeit hat, dann die Stadt kennenzulernen.

00:50:44: So wurden wir aufgrund unserer Trikots und so sehr häufig angesprochen.

00:50:49: Mensch, was macht ihr hier eigentlich?

00:50:50: Wer seid ihr?

00:50:52: Und wurden wir dann auch angefeuert vor Ort, die Spiele?

00:50:55: Das ist wirklich sehr schön, war auch zu erleben, dass da auch so eine Identifikation quasi sofort stattfindet.

00:51:02: Und für die Teilnehmenden ist es schon so, meistens ist so eine Weltmeisterschaft zwischen acht und neun Tage, also relativ lange.

00:51:09: Und unterscheidet sich sehr, sehr krass von dem Alltag in der Heimat einfach.

00:51:14: Man muss sich das wirklich so vorstellen, dass es so professionell aufgebaut.

00:51:18: Es sind immer fünfzig bis sechszig Nationen-Diteilen nehmen.

00:51:22: Es ist sehr klar definiert auch von der Tagesstruktur.

00:51:26: So, in dem Fall sind wir alle Teams in einem Hotel untergebracht worden.

00:51:30: Das heißt, über sechshundert Personen in einem Hotel.

00:51:33: Das heißt, dort brummt, wie so ein kleines olympisches Dorf, kann man sich das eigentlich vorstellen.

00:51:37: So, das heißt, dort konnte man auch sehr viel in Kontakt kommen mit den anderen Teams, was auch so gewünscht ist.

00:51:43: Auch sich gegenseitig zu unterstützen, aber auch Erfahrungen zusammen sich auszutauschen.

00:51:48: So, vor den Spielen, nach den Spielen, abends, morgens beim Frühstück und so weiter.

00:51:53: Das war sehr schön auch zu beobachten.

00:51:55: z.B.

00:51:56: in Seoul ganz anders.

00:51:57: Da ist man dann auf zehn Hotels in der ganzen Stadt, das ist ja eine Millionenstadt verteilt und man ist dann eher ein bisschen enger dann nur im Kontakt gewesen mit den Teams, wo man im Hotel war.

00:52:08: Und in Sacramento waren wir z.B.

00:52:10: aus dem Campus.

00:52:11: Dort war es dann auch wieder anders, der war dann aber wieder ein bisschen außerhalb.

00:52:15: Und dementsprechend hat jede Stadt immer so seinen eigenen Charakter.

00:52:20: Genau und diese acht bis neun Tage sind, wie gesagt, sehr durchdrukturiert.

00:52:23: Meistens, fußballerisch haben wir meistens immer zwei bis drei Spiele am Tag.

00:52:29: Die Weltmeisterschaft beginnt immer mit einer großen Parade.

00:52:32: In Oslo ist sie mitten durch die Stadt geführt, in einem Zuschauerspallier, was ich persönlich.

00:52:36: in denen ich für recht ein acht Jahr nicht als Bundestrainer unterwegs bin noch nie erlebt habe.

00:52:42: Da standen in vier oder fünf Reihen das Publikum, wo wir dann durchmarschiert sind, jedes Land dann hintereinander.

00:52:50: Das war wirklich eine ganz, ganz tolle Stimmung, so was auch die Teilnehmer unheimlich berührt, weil es letztendlich dann doch auch mal endlich mal nicht nur am Rande der Gesellschaft steht, sondern mal mittendrin ist.

00:53:04: und da ganz viele mitgenommen haben, allein aus dieser Eröffnungsparade.

00:53:09: Und auch mal, dass man als wichtig wahrgenommen wird.

00:53:13: So, weil ich finde jetzt, wenn man das mit so einer richtigen Weltmeisterschaft vergleicht, weil ich persönlich noch nie, ehrlich gesagt, aber vielleicht du ja, kann ich sowas mir nicht vorstellen.

00:53:22: Ehrlich gesagt, da hat man ja meistens von der FIFA so eine Öffnung im Stadion mit Musik und alle müssen reden.

00:53:29: Und hier sind eigentlich die Teilnehmenden stehen im Zentrum.

00:53:34: Das ist auch so ein Kontrapunkt zu den normalen Weltmeisterschaften bei Männern und Frauen.

00:53:41: Was ich aber ehrlich gesagt sehr schön finde, weil das lebt der Straßenfußball so ein bisschen.

00:53:47: Und genau, dann gibt es einmal eine Woche, um das einmal abzurunden, gibt es dann noch einen Tag, wo nur nicht so viel gespielt wird, wo man die Möglichkeit hat, der Organisator, das war in dem Fall die Heidsarmee in Norwegen.

00:53:59: Es gibt immer einen Hauptpartner vor Ort, meistens eine soziale Organisation.

00:54:04: Hier auch Jahre vorher, mit dem HWC das organisiert.

00:54:08: Und da gibt es dann immer so Rahmenprogramm.

00:54:10: Also in dem Fall war es dann außerhalb so ein... typischer norwegischer See, wo man angeln konnte, Kanu fahren konnte, grillen konnte und so weiter.

00:54:18: Um mal auch mal was anderes zu machen, außer Fußball zu spielen.

00:54:21: So oder auch Sightseeing ist möglich gewesen.

00:54:24: Das war ja direkt am Fjord dort und dementsprechend, dann können wir noch gut mit dem Segelshifter und da konnte man dort fahren.

00:54:31: Also da gibt es auch so ein bisschen Rahmenprogramm.

00:54:34: So und dann ist es am Ende steht natürlich der finale Tag an, wo dann alle Teams ihre Platzierungsspiele spielen und ihre Cups dann ausspielen und am Ende gibt es dann bei den Männern und Frauen dann auch noch eine Weltmeisterin.

00:54:49: Und was das für das Team macht, das ist immer in einem Wort gar nicht zu beschreiben, aber das ist auch ein Prozess in der Woche selber.

00:55:00: Ich kann immer, als Anekdote, eigentlich jedes Jahr, wenn wir als deutschen Team dort hinfahren, gibt es immer mindestens einen aus dem Team, der sagt, wir werden Weltmeister.

00:55:09: Und ich muss jedes Mal sagen, nein, werden wir nicht.

00:55:11: Das wollen wir auch gar nicht.

00:55:12: Das ist nicht das Ziel von unserem Team oder auch nicht meine Idee von Sozialsport oder auch von, wie ich, quasi auch die Teilnehmern auswähle.

00:55:24: Weil da habe ich ganz andere Auswahlkriterien.

00:55:28: Und da geht es erstmal darum, im Team zu besprechen.

00:55:32: Was sind denn eigentlich unsere Erwartungen von diesem Turnier?

00:55:34: So, und ich könnte jetzt sagen, wir sind im Drei- und Dreißigstahl geworden, von Vierzig.

00:55:39: So könnte man jetzt sagen, ja, geht von der Platzierung besser.

00:55:44: Aber ich würde sagen, von dem Rahmen, wie wir uns dort auch uns fußballerisch gesteigert haben und auch als Team zusammengekommen sind, würde ich sagen, war das wirklich ein richtig, richtig klasse Turnier.

00:55:53: Und man muss in dem Fall auch sagen, wir sind nicht mit acht dort angekommen, sondern nur mit sechs, weil das kommt bei dieser Thematik halt auch nicht selten vor, dass quasi Spielerinnen und Spieler kurz vorher abspringen aus ganz, ganz unterschiedlichen Gründen, zum Beispiel jetzt in in der einen Fall jetzt nicht zum Flughafen kommen, nicht dort auftauchen und wir dann quasi so abreisen müssen.

00:56:18: Oder genau das Thema psychischer Gang und hat ja auch nochmal eine Rolle spielt.

00:56:23: Das Thema Stress, Bewertigung, Strategien, Rückfälle, auch eine Rolle spielen und dementsprechend kann es sein, dass ich einmal von dem Team, was ich jetzt ausgewählt habe, Und die Weltmeisterschaft wird in November, Oktober wahrscheinlich stattfinden.

00:56:37: Den Termin wissen wir leider noch nicht.

00:56:39: Kann es sein, dass ich auch noch mal Spiele habe, die quasi ausfallen und ich Nachrücke nominieren muss.

00:56:45: Also das

00:56:46: ist anders als okay bei den DFB-Themen der Frauen und der Männer.

00:56:49: Kommt das auch vor, Nachrücke, aber meistens aus anderen Gründen.

00:56:54: So, obwohl das Thema psychische Erkannung ja auch so ein bisschen mehr in den Fokus geführt ist.

00:56:59: Zum Glück trauen sich Menschen

00:57:03: darüber zu sprechen.

00:57:04: Aber mir fällt immer Robert Enke ein, der viel mit den Nationalteam auch immer eine Rolle war.

00:57:10: Also auch die Frage, wie man das wordet und dementsprechend.

00:57:16: Habe ich als Bundesdrehner teilweise ganz andere Dinge zu bewältigen als in anderen Sportarten oder in anderen Nationalteams?

00:57:26: Da steckt dir jetzt total viel drin und das finde ich erstens mal sehr spannend und zweitens auch ganz toll, wie du es erzählst.

00:57:35: Ich würde bevor wir zum Ende kommen, gerne nochmal ganz kurz einhaken.

00:57:42: Also ich finde es... Gut, wie du das auch so schilderst mit dem, das ist gar nicht dein Anspruch, Weltmeister zu werden, sondern du hast ganz andere Ansprüche, daran beispielsweise, was in so einem Team passiert.

00:57:54: Da wäre die Frage, findest du es aber trotzdem auch nachvollziehbar und vielleicht auch irgendwie gut, wenn die Spielerinnen schon sagen, wir wollen das aber gerne.

00:58:03: Also das Sportliche ist ja eben auch ein

00:58:06: Faktor.

00:58:08: Und zum anderen, du hast gesagt, du hast für dich so deine ganz eigenen Auswahlkritik.

00:58:14: für die, die du am Ende mitnimmst im Team.

00:58:17: Vielleicht kannst du dazu noch einen Ansatz sagen.

00:58:19: Ja, sehr gerne.

00:58:20: Also letztendlich finde ich das gut, dass man quasi mit Erwartungen im Turnier startet.

00:58:27: Aber unsere Erfahrung ist in den letzten Jahren, und ich würde sagen auch von Anfang an, dass wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden können, schon von vorne rein, ist diese Fallhöhe ziemlich groß.

00:58:39: Und das heißt, ich komme als betroffene Person häufig, habe ich eine geringe Frustrationstoleranz, ich habe Bewältigungsstrategien, die ich mir angeeignet habe zum Schutz.

00:58:50: So, die mir aber gar nicht gut tun.

00:58:52: Ich meine, das macht jeder Mensch so.

00:58:55: Aber in dem Themenfeld ist es so, dass dann genau immer wieder zurückgegriffen wird zu Dingen, die quasi auch Auslöser vielleicht für die Wohnungslosigkeit geworden sind oder uns so weiter.

00:59:06: Also Thema Sucht möchte ich da ansprechen.

00:59:09: Zum Beispiel und dementsprechend versuchen wir das schon von vornherein so ein bisschen zu klären.

00:59:14: Und

00:59:16: eine ganz kurze Zwischenfrage.

00:59:17: dass du sagst, es gibt die Chance tatsächlich aus deiner Sicht auch gar nicht hat, was damit zu tun, wie strukturell dieser Fußball hier aufgebaut ist und wie er in anderen Ländern

00:59:26: aufgebaut ist.

00:59:27: Ja, aber bis zum gewissen Grad würde ich, glaube ich, auch mir wünschen, dass wir das in dem Sinne eine bessere Struktur im Hintergrund haben.

00:59:36: Aber und das ist jetzt etwas so ein Insider-mäßig aus einem HWC.

00:59:41: Ich weiß nicht, wie intensiv du das in den letzten Jahren beobachtet hast.

00:59:44: Es gibt einen sehr, sehr großen auch Leistungsunterschied zwischen die Länder, die dort hinkommen.

00:59:52: Und ich würde sagen, wenn man sich das Finale nach hinein, kann man das alles auf YouTube auch angucken.

00:59:55: Das würde ich auch gerne empfehlen, ehrlich gesagt.

00:59:58: Nicht nur Spieler der deutschen Nationalmannschaft, sondern sich vielleicht mal das Finale der Männer und Frauen anzuschauen.

01:00:03: Und das ist hoch professioneller Straßenfußball.

01:00:05: Und da sind Spielerinnen und Spieler dabei, die könnten aus meiner Sicht, aus meiner amateurhaften Fußballsicht, teilweise zweite, dritte Liga hier in Deutschland Fußball spielen.

01:00:15: So, das sind wirklich gute, gute Fußballspieler in.

01:00:20: Das denkt man auch in dem Zusammenhang nicht.

01:00:22: Und dann trifft das halt auf Menschen oder auch auf Teams, wo die Auswahl halt in den Auswahlkriterien ein bisschen anders sind, wo es eher darum geht, dass eine jahrelange Straßenobdachlosigkeit vorherrscht, dass überhaupt die Reise an sich ein Erfolg ist oder das so.

01:00:38: Und die können zwar den Ball treffen und... Kicken, aber die können natürlich leistungsmäßig gar nicht mithalten.

01:00:44: Und diese Teams treffen in dieser Weltmeisterschaft aufeinander.

01:00:47: und ich finde es ein bisschen schade, dass quasi das in den letzten Jahren auch so ein bisschen mehr auf Leistung gegangen ist, anstatt so ein bisschen den Ursprungsgedanken vom Honest Workup des Jahr two-thausend drei entstanden.

01:00:59: So ein bisschen verloren gegangen ist.

01:01:02: Und da gibt es auch immer wieder Begegnungen, wo ich sagen würde, so Ergebnisse wie zwanzig Null oder sechzehn Null sind nicht erwünscht bei dieser Weltmeisterschaft, sondern geht es darum, ich muss als Team merken, wenn ich irgendwie haushoch überlegen bin.

01:01:16: Dass ich den Gegenüber auch die Möglichkeit gebe, Erfolgserlebnisse im Sinne von Torinnen oder Spielzügen zu ermöglichen, dass die nicht nach so einer haushohen Niederlage total geknickt, auch für das Rest des Turniers quasi vom Platz gehen.

01:01:32: Das ist auch immer wieder, wird auch vor Ort immer wieder thematisiert, so.

01:01:35: Aber da klafft schon eine große Lücke auch.

01:01:38: Und deswegen weiß ich gar nicht im Sinne, wenn du ihn fragst, nach Strukturel, ob ich mir das so doll wünschen würde, weil das ist eine Art von Sport, den ich generell durch die Kommerzialisierung auf mehreren Erben emnen, hat sich das im Straßenfußball im HWC, aber ich spiege es sich das auch so ein bisschen wieder.

01:01:54: Man mag dazu stehen, wie man will.

01:01:55: Die FIFA ist jetzt auch Partner vom HWC.

01:01:58: So sehe ich eher... sehr kritisch.

01:02:01: So müsste man sich später noch mal darüber unterhalten, warum.

01:02:06: Aber ich finde, diese Art von Konventionellisierung hat im Straßenfußball nichts zu suchen.

01:02:10: Und dieser kerngedanke von sozialen Sport und was damit erwünscht ist, ist so ein bisschen verloren gegangen.

01:02:17: So, und da gibt es auch eine krasse Zweiteilung.

01:02:20: Und komme ich nochmal kurz in den Auswahlkriterien.

01:02:22: Ich habe natürlich die Jungs, die bei der, in dem Fall sind es ja Jungs, alles, die ich ausgewählte bei der Deutschen Mannschaft, die können alle Fußball spielen.

01:02:30: Da bin ich mir sehr, sehr sicher, das habe ich dort in eine eineinhalb Tagen gesehen.

01:02:33: Die haben aber natürlich auch einen unterschiedlichen Leistungsstand, was das angeht.

01:02:37: So, und auch eine unterschiedliche Biografie, die dahinter steckt.

01:02:40: Und ich kann bei einigen, konnte ich schon sehen, da ist auch eine Fußballerbiografie dahinter.

01:02:44: Das sieht man einfach an den Abläufen.

01:02:46: So.

01:02:47: Und ich habe welche dabei.

01:02:49: Und diesmal habe ich ein relativ junges Team.

01:02:50: Also ich glaube der Jüngste ist jetzt Jahrgangs.

01:02:54: Und der Älteste ist Jahrgang in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht in den Eintracht habe eher auch so soziale Kriterien.

01:03:21: Also ich muss schon gucken, wie das Team miteinander funktioniert, ob ich das... Deswegen habe ich einen engen Austausch auch mit dem Betreuerinnen vor Ort und sage, ich könnte mir das gut vorstellen, so wie ich die Personen hier erlebe, einmal neben dem Platz und auf dem Platz.

01:03:34: Was würdet ihr da dazu sagen, wie verhält er sich vor Ort in eine Einrichtung?

01:03:39: Könnt ihr mir da ein bisschen was zu erzählen?

01:03:41: Und dann setzen sich so die Puzzlestücke so ein bisschen zusammen.

01:03:44: Weil mir bringt nichts, einen Spieler zu haben, der Fußballerisch total toll ist, aber die ganze Mannschaft sprengt und alle dann auch keine Lust mehr haben vor Ort.

01:03:54: Fußball zu spielen und dann sagen wir treten nicht mehr an, sondern ich muss da eher auch auf soziale Komponenten Rücksicht nehmen und möchte ich auch.

01:04:03: Und dann auch so ein bisschen und das frage ich dann so biografisch ein bisschen ab, weil in welchem Lebensphase steht die Person jetzt gerade?

01:04:09: Was könnte der HWC auch ein Auslöser sein, wenn man zurückkommt nach diesen acht bis neun Tagen wieder in einem Alltag?

01:04:17: Was könnte da da anstehen, was für ein Rückenwind könnte damit genommen werden?

01:04:22: Total spannend, finde ich wirklich.

01:04:26: Und also ich hab das natürlich häufig das Gefühl, aber jetzt gerade also gehen so viele Türen in jeder Antwort von dir auf, dass ich so denke, wir könnten da einen fünfstündigen Podcast draus machen.

01:04:38: Machen wir aber natürlich nicht, sondern wir setzen jetzt nach etwas über einer Stunde aber tatsächlich mal einen Punkt.

01:04:46: Und ich danke dir ganz, ganz herzlich für deine Zeit und für deine Offenheit und für deine Einblicke.

01:04:51: Das hat mir sehr große Freude gemacht.

01:04:53: Ich habe ganz viele neue Sachen gelernt und wir werden versuchen, wie gesagt, mit der Bewerbung des Podcasts und eben auch mit allem, was wir in die Show Notes packen, auch ein bisschen was dazu beizutragen, dass ihr am Ende dann so unterstützt werdet durch Spenden, dass das was wird mit Mexico City.

01:05:12: Dank dir, Johann.

01:05:13: Ja, sehr, sehr gerne.

01:05:14: Danke für die Einladung und auch die Möglichkeit.

01:05:16: hier nochmal vorzustellen.

01:05:17: und genau ich freue mich über jeglichen Kontakt der irgendwie zustande kommt und ich glaube es glaube ich auch deutlich geworden dass glaube ich zu dem thema sich sehr viel sagen lässt und auch diskutieren lässt und ich glaube wenn man die möglichkeit halt darüber bisschen zu sprechen freut mich das immer.

01:05:33: vielen vielen dank

01:05:34: Sehr schön, also danke dir noch mal und danke euch, liebe HörerInnen, für die wie immer liebevolle Begleitung dieses Podcasts.

01:05:42: Ich freue mich immer sehr über den Kontakt, über den Austausch, über eure Rückmeldungen.

01:05:48: Ihr könnt mir schreiben an wortpiratinatmarabpfeifer.de.

01:05:52: Was gefällt euch?

01:05:54: Was fehlt euch vielleicht auch?

01:05:55: Was seht ihr kritisch?

01:05:56: Wen würdet ihr euch hier mal wünschen?

01:05:58: Und ihr könnt mir eine sehr, sehr große Freude machen, wenn ihr den Podcast auf der nicht auf der sozialen, das natürlich auch auf den sozialen Plattformen teilen, aber gerne auch bewerten und eine kleine Rezension schreiben auf der Podcastplattform eures Vertrauens.

01:06:15: Ich freue mich persönlich total, wenn ich lesen darf, warum euch der Podcast was bedeutet.

01:06:20: dem Projekt an sich hilft es auch, wenn es noch andere lesen und mitbekommen.

01:06:26: Deswegen das mal als kleine Bitte hier platziert.

01:06:29: Ansonsten passt auf euch und aufeinander auf und wir hören uns in zwei Wochen wieder.

01:06:35: Ciao!

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